| Den
ehemals welfischen, dann staufischen Besitz erwirbt die Familie von Königsegg
1381. Ein Ulrich nennt sich 1386 erstmals von Königsegg zu Aulendorf.
Hans von Königsegg (1440 - 1484) verlegt die Familiengruft hierher.
Um 1490 wird die Familie Königsegg in den Reichsfreiherrenstand erhoben.
|
 |
 |
1629
folgt die Erhebung in den Reichsgrafenstand. In der Folge bauen die Grafen
Königsegg, die auch häufig am Wiener Hof hohe Ämter innehatten,
Aulendorf zu ihrer Residenz aus. Diese besteht bis zum Ende der reichsun-
mittelbaren und dem Schwäbischen Kreis zugehörigen Grafschaft
durch die Rheinbundakte 1806. Damit wird Aulendorf dem neuen Königreich
Württem-berg zugeschlagen, die Grafen werden württembergische
Standesherren. |
| Nach
der Mediatisierung ziehen sich die Grafen Königsegg nach Ungarn und
Wien zurück. Aulendorf wird nur noch vorübergehend bewohnt,
aber zu Beginn des 20. Jahrhundert hinein aufwendig modernisiert. Die
Grafen verkaufen 1941 das Schloß, das unter wechselnden Besitzern
zunehmend verfällt und 1987 an das Land Baden-Wüttemberg übergeht. |
 |
 |
Der
katastrophale Bauzustand ließ anfangs an einen Teilabriss denken,
bis das Land 1989 eine Auffanggesellschaft zur Rettung des Schlosses bildete
und die finanziellen Mittel bereitstellte. Die Konzeption zur Instandsetzung
wurde mit dem Landesdenkmalamt zusammen erarbeitet. Die Baumaßnahmen
wurden 1997 abgeschlossen. |
| In
den älteren Bauteilen des Schlosses ist heute das Rathaus der Stadt,
in den jüngeren klassizistischen Flügeln in zwei Geschossen
ein Zweigmuseum des Württembergischen Landesmuseums Stuttgart untergebracht.
Im Untergeschoss befindet sich das gemütliches Cafe Maximilians. |
|